Er könnte der nächste Harry Potter sein: Der junge Halbgott Percy Jackson macht sich in der 20th Century Fox-Adaption des Jugendromans von Rick Riordan auf eine abenteuerliche Reise durch eine Welt, die von der antiken Mythologie durchzogen ist. Zu der Buchreihe, im Original 'Percy Jackson & The Olympians', sind 5 Bände erschienen, von denen der erste nun auch als Film zu sehen ist. Die Regie wurde dabei Chris Columbus übertragen, der auch den ersten Harry Potter-Film damals ins Kino brachte. Ob der Startschuss zu einer neuen Filmreihe gelungen ist, lässt sich noch nicht sagen, aber mit über 30 Millionen Einspielergebnis am ersten Wochenende hat Percy die Chance auf Blockbuster-Status und lässt Filme wie den Goldenen Kompass und Eragon alt aussehen...
Und tatsächlich hat es der Film um Poseidons Sohn in sich: Auf erstaunlichem Niveau wird die Spannungsschraube angezogen und die Actionszenen des Films müssen den Vergleich mit großen Sommerblockbustern nicht fürchten, weder technisch noch vom Spannungsgrad her. Die Übertragung der Geschichte von Percys Reise in die Unterwelt und den Olymp ist technisch großartig umgesetzt, auch wenn man über Pierce Brosnan mit Pferderumpf schmunzeln muss und die Schlangenhaare der Medusa nicht ganz so echt wirken. Und darüber hinaus ist der Film ein spannendes Abenteuer geworden. Unter der Action leidet zwar die vielschichtigere Handlung der Vorlage, die hier etwas verknappt wird und in typische Hollywood-Schemata gezwängt wird, aber gerade im Vergleich zum letzten Harry Potter-Film muss man an dieser Stelle den Einfallsreichtum und das Tempo loben, denn bei Percy Jackson ist 120 Minuten lang ordentlich was los und hoffentlich der Anfang für eine Filmreihe geschaffen, denn nicht zuletzt leading man Logan Lerman überzeugt auf so charmante Weise, dass Percy einem ans Herz wächst. Rating: 8/10
Ein Wochenende, das neben dem President's Day auch noch Valentinstag beinhaltet, konnte nur zu einem Blockbuster-Wochenende an den US-Kinos werden. Und dank dreier Filme, die ihren weltweiten Start letzte Woche feierten und alle über 30 Millionen einspielten, sowie der ungebrochenen Anziehungskraft von Avatar gab es das wohl erfolgreichste Nicht-Summer-Wochenende 2010 für die Kinobetreiber. Leider war es zwar nicht mein persönlicher Film des Monats, Percy Jackson & The Lighting Thief, der die Kinocharts anführte, aber auch der junge Halbgott schlug sich wacker: Mit 38,7 Millionen Dollar ließ der Film nicht nur die meisten Fantasy-Filme wie Der Golden Kompass und Eragon weit hinter sich, sondern verwies auch Benicio Del Torro als Wolfman auf Platz 3. Doch der Themafilm Valentine's Day, der über das 4 Tage lange Wochenende 63 Millionen Dollar einspielte, war nicht mehr einzuholen und das trotz schlechter Kritiken, denn von den drei Neustarts hat Percy die besten Reviews erhalten und hat wohl auch die besten Chancen, noch ein paar Wochen in den Kinocharts zu verbringen, während Valentinstag vorüber ist und Horrorfilme meist schnell ihr Publikum verlieren, besonders mit dem heißerwarteten Martin Scorcese Psychothriller Shutter Island in Reichweite! Die Nummer Eins der letzten Woche, Dear John hat inzwischen über 50 Millionen Dollar eingespielt, bereits ein ordentlicher Erfolg, und von Avatar, das auch in dieser Woche über 20 Millionen einspielte, braucht man gar nicht mehr zu sprechen: Über 2,3 Milliarden hat James Camerons Spektakel in die weltweiten Kinokassen gespült...
NEW Valentine's Day ($63.1M / 1. Wo.)
NEW Percy Jackson: The Lightning Thief ($38.7M / 1. Wo.)
Während sich der Franchise und Hype um Harry Potter dem Ende zuneigt, kommt ein neuer übernatürlicher Jugendlicher in die Kinos, um sein Erbe anzutreten und während so mancher Fantasy-Film in den letzten Jahren an den Kinokassen nicht überzeugen konnte, wie zum Beispiel Der Goldene Kompass, hat Percy Jackson da durchaus seine Chance. Es handelt sich bei der Verfilmung des Romans von Rick Riordan, dem ersten von fünf Bänden der Reihe um das erste große Kinoevent 2010 in den USA und etwas Bombastischer als Sherlock Holmes scheint es hier durchaus zuzugehen. Immerhin handelt es sich bei Percy um den Sohn eines Gottes, nämlich Poseidon, und einer sterblichen Mutter. Diese Kombination führt dazu, dass die halbe antike Fabelwelt es auf den Jungen abgesehen hat, der zu allem Überfluss auch noch in ein Komplott verwickelt ist, das zum dritten Weltkrieg führen könnte, denn Zeus' Blitz wurde entwendet. Percys Abenteuer war in der Buchvorlage nicht nur rasant und witzig, sondern vor allem einfallsreich. Auch wenn Ähnlichkeiten zu Harry Potter nicht abzustreiten sind, ist die Verwendung der antikien Mythologie ein gravierender Unterschied, der den Film, der neben dem jugendlichen Cast auch mit Pierce Brosnan, Rosario Dawson, Sean Bean und Uma Thurman besetzzt ist, hoffentlich als frisch und neu erscheinen lässt! Kinostart ist heute!